Absage der Jahrestagung der ibg für 2020

Aktuelle Meldung vom: 19.06.2020

Absage und Verschiebung der für den 1. - 4. Oktober 2020 geplanten ibg-Jahrestagung

 

Gestern, am 15. Juni 2020, hat der Vorstand der ibg beschlossen, die für den 1. - 4. 10. 2020 in Haus Hainstein / Eisenach geplante Jahrestagung abzusagen und auf den 9. - 12. 9. 2021 zu verschieben. Sie soll dann wiederum in Haus Hainstein stattfinden.

Diese Entscheidung zu treffen ist nicht leicht gefallen. In dieser für uns alle unklaren und unübersichtlichen Lage, in der wir uns nun schon seit Wochen, ja schon seit Monaten Corona-bedingt befinden und wohl noch auf lange Sicht befinden werden, sind so viele gesellschaftliche Faktoren und Umstände zu berücksichtigen, die sich kaum, eigentlich gar nicht solide bis zum Oktober oder bis Jahresende in ihrer Entwicklung „hochrechnen“ lassen. Und auch so viele ganz persönliche Sorgen und Unsicherheiten haben uns umgetrieben und tun es noch, dass es sehr schwer ist, jetzt mit selbstverständlicher Gewissheit das objektiv Richtige zu tun. Aber um der Planungssicherheit willen hat der Vorstand diese Entscheidung nach reiflicher Überlegung aufgrund der gegenwärtigen Faktenlage und der zu erwartenden Umstände nun getroffen.

Glücklich über diese Entscheidung, auch wenn sie unserer Überzeugung nach in dieser Lage die richtige ist, kann man nicht sein. Es ist traurig, dass unsere geplante Tagung - wie so viele andere auch - nun für dieses Jahr ausfällt und ins nächste Jahr verlegt wird. Besonders traurig für diejenigen, die sich in engagierter Weise mit kreativen Ideen, Vorschlägen und Bereitschaft zur Übernahme von Aufgaben unterschiedlichster Art eingesetzt haben, dass die Tagung gelingen kann. Aber es wird davon nichts verloren gehen, denn die Tagung soll ja und wird auch unter demselben Titel und mit denselben Inhalten stattfinden, nur eben im nächsten Jahr. Darauf können wir uns jetzt schon freuen, und auch in dieser Vorfreude sind und bleiben wir alle miteinander verbunden.

Schade, ja traurig ist natürlich auch, dass wir durch diese Verschiebung eine bewährte und lieb gewordene Tradition der bisher eben jährlich statt gefundenen Jahrestagung nun - mit Blick auf die Erinnerung und das Gedenken an Dietrich Bonhoeffers Ermordung in Flossenbürg vor 75 Jahren - ausgerechnet in diesem Jahr diese Tradition, diese Kontinuität unterbrechen müssen. Aber wir sind sicher, dass uns diese Unterbrechung nicht nachhaltig belasten und aus dem Tritt bringen wird. Diskontinuitäten und Unverfügbarkeiten,  - ohne sie schönreden zu wollen - gehören wohl auch unvermeidlich zu unserem (Christen-) Leben dazu.

Die immer mit geplante Mitgliederversammlung wird dann leider auch erst im nächsten Jahr wieder stattfinden können, was ebenfalls schade, aber mit Blick auf unsere ibg-Satzung kein Verfahrens-Problem ist. Sie muss nicht zwangsläufig jährlich stattfinden.

Nun hoffe ich und wünsche mir, dass alle, die sich auf diese Tagung im Herbst schon eingestellt, sich vielleicht schon angemeldet oder Vorbereitungen für die Mitwirkung getroffen haben, Verständnis für diese Entscheidung zur Verlegung haben und sie mittragen können.

 

Prof. Dr. Hartmut Rosenau für den Vorstand der ibg, deutschsprachige Sektion

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