Hermann Pünder

An die Pfarrer und Amtsträger. Wort an die Geistlichen zum Sofortprogramm nach dem Umsturz.

Quelle:

Bildbiografie Dietrich Bonhoeffer. Bilder aus seinem Leben, herausgegeben von Eberhard Bethge, Renate Bethge und Christian Gremmels, © Gütersloher Verlagshaus GmbH, Gütersloh 2005

Im Februar und März 1945 war der katholische Politiker Dr. Hermann Pünder Bonhoeffers Zellennachbar im Bunkerkeller-Gefängnis in Buchenwald. Sie freundeten sich an, sprachen über Kultur und Politik und die künftigen Beziehungen zwischen Katholiken und Protestanten und tauschten Bücher aus; Bonhoeffer gab Pünder das 1941 erschienene Buch von Kurt Leese Der Protestantismus im Wandel der neueren Zeit. Die in der Nebenzelle von Bonhoeffer und dem General und Theologen von Rabenau mit großem Eifer geführten dogmatischen Gespräche konnte Pünder manchmal mit hohem Interesse belauschen. Den Weitertransport der Gefangenengruppe am 3.4. nach Regensburg und am 6.4.1945 nach Schönberg am Bayerischen Wald machte Pünder mit. Er gehörte zu denen, die am Leben gelassen wurden.

Quelle:

Bethge, Eberhard: Dietrich Bonhoeffer. Theologe – Christ – Zeitgenosse. Eine Biographie. Gütersloh 2005, 1018, 1025, 1028f, 1032f

PÜNDER, HERMANN, DR. (1888-1976): wurde am 1.4.1888 in Köln geboren. Dort engagierte er sich als katholischer Politiker. Er wurde gegen Ende der NS-Zeit festgenommen und an verschiedenen Orten in Haft gehalten. Am Kriegsende 1945 kam er frei und kehrte ins Rheinland zurück. Er war Mitbegründer der CDU und starb am 3.10.1976 in Köln.

Vita aus:

Bethge, Eberhard: Dietrich Bonhoeffer. Theologe – Christ – Zeitgenosse. Eine Biographie. Gütersloh 92005.

Kalliope. Verbundkatalog Nachlässe und Autographen.

Sigismund Payne  Best

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