Julie Bonhoeffer

Die Großmutter Julie Bonhoeffer (1842–1936), 1932

Quelle:

Bildbiografie Dietrich Bonhoeffer. Bilder aus seinem Leben, herausgegeben von Eberhard Bethge, Renate Bethge und Christian Gremmels, © Gütersloher Verlagshaus GmbH, Gütersloh 2005

Julie Bonhoeffer war das einzige Großelternteil, das Dietrich Bonhoeffer bis ins Mannesalter hinein erhalten blieb. Von ihrer Familie erbte Bonhoeffer das nach innen gekehrte Wesen und eine meist verborgen gehaltene Leidenschaft, wie sie den politisch regen Tafels eigen war. Während seiner Studienzeit in Tübingen lebte Dietrich Bonhoeffer bei ihr und konnte den Kontakt auch später sehr eng halten, da Julie Bonhoeffer Mitte der 1920er Jahre nach Berlin zog. Auch im hohen Alter interessierte sie sich noch für die politischen Vorgänge und tauschte sich diesbezüglich mit Bonhoeffer aus. Als 93jährige bat sie ihn in einem Brief für jüdische Freunde um Hilfe und Rat.

Die enge Verbindung zwischen Dietrich Bonhoeffer und seiner Großmutter Julie Bonhoeffer zeigt sich auch an den Worten, die er für die Traueransprache auf ihrer Beerdigung gewählt hat: (…) Sie stammte aus einer anderen Zeit, aus einer anderen geistigen Welt – und diese Welt sinkt nicht mit ihr ins Grab. dieses Erbe, für das wir ihr danken, verpflichtet.

Quelle:

Dietrich Bonhoeffer. Bilder seines Lebens. Hrsg. v. Bethge, Renate und Gremmels, Christian. Gütersloh 2005. Bethge, Eberhard: Dietrich Bonhoeffer. Theologe – Christ – Zeitgenosse. Eine Biographie. Gütersloh9 2005.

BONHOEFFER, JULIE (1842-1936): wurde am 21.08.1842 in Oehringen als Julie Tafel geboren; heiratete Friedrich Bonhoeffer und ist die Mutter von Karl Bonhoeffer; nach dem Tod ihres Mannes lebte sie zunächst weiterhin in Tübingen, zog aber 1924 zu ihren Kindern nach Berlin; stammte aus einer politisch aktiven Familie und war auch selbst an den politischen Vorgängen im Land interessiert und stand dem Nationalsozialismus ablehnend gegenüber; sie starb am 13.01.1936 in Berlin.

Vita aus:

Dietrich Bonhoeffer. Bilder seines Lebens. Hrsg. v. Bethge, Renate und Gremmels, Christian. Gütersloh 2005.

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