Programm zur Jahrestagung der ibg 2020

Aktuelle Meldung vom: 02.04.2020

Herzliche Einladung zur Jahrestagung 2020

Unter dem Vorbehalt, dass angesichts der Maßnahmen zur Eindämmung der gegenwärtigen Corona-Pandemie in Deutschland die für den Herbst des Jahres geplanten Veranstaltungen stattfinden können, lädt der Vorstand der Internationalen Bonhoeffer-Gesellschaft, Deutschsprachige Sektion e.V. alle Interessierten sehr herzlich zur Jahrestagung 2020 ein. Sie soll vom 1. - 4. Oktober wieder im Haus Hainstein in Eisenach stattfinden.

 

„Erinnerung an die Zukunft. Zur deutsch-deutschen Bonhoeffer-Rezeption“ wird das Thema dieser Jahrestagung sein. Wie ist Dietrich Bonhoeffer, sein Leben, sein Denken, sein Handeln in der Gesellschaft, in Politik und Kirche wahrgenommen worden? Gibt es hier markante Unterschiede im Vergleich zwischen der ehemaligen DDR und der BRD? Oder gibt es hier mehr Gemeinsamkeiten über die politischen Grenzen hinweg? Welche Sichtweisen und Impulse sind nach 1989 geblieben, welche sind überholt und aufgegeben worden? Wie wird Bonhoeffer gegenwärtig in Deutschland aufgenommen und wie könnte eine zukunftsweisende Rezeption in Deutschland und darüber hinaus aussehen? Diese und ähnliche Fragen haben uns bei der Planung des diesjährigen Tagungsthemas beschäftigt, und ihnen wollen wir mit der Unterstützung von Expertinnen und Experten aus dem kirchlichen wie aus dem universitären Leben gemeinsam um den Tag der deutschen Einheit herum ein Stück weit nachgehen. Dazu werden Vorträge und Impulsreferate gehalten, es wird Podiumsdiskussionen und Gesprächsrunden geben, Arbeitsgruppen und natürlich immer wieder Gelegenheit zum persönlichen Austausch zwischendurch und darüber hinaus. Über die Einzelheiten informiert Sie das genaue Tagungsprogramm hier in diesem Rundbrief.   

In der Zeit der Vorplanungen zu dieser Tagung war eine Corona-Pandemie noch außerhalb des Horizonts. Niemand von uns hat auch nur ansatzweise daran gedacht, dass sich unser öffentliches, aber auch unser privates Leben bei uns, in Europa und weltweit schlagartig und dermaßen gravierend in allen Bereichen ändern wird, wie es jetzt seit einigen Wochen der Fall ist. „Erinnerung an die Zukunft“ - dieser Ober-Titel der Jahrestagung, von der wir hoffen, dass sie, aber noch nicht wissen können, ob sie wie geplant stattfinden wird, bekommt nun noch unbeabsichtigt eine zusätzliche Bedeutung. Gewohnte Lebenszusammenhänge in der Kontinuität von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft brechen auf, hoffentlich nur als Unterbrechung und nicht als Abbruch. Selbstverständlichkeiten sind in Frage gestellt, Sicherheiten erweisen sich als labil, Sorgen und Zukunftsängste breiten sich aus. Sich als Einzelne und Einzelner trotz all dem im Licht der Osterbotschaft von der Auferstehung Christi getragen wissen von einer Gemeinschaft, ist ein Trost, für den wir dankbar sein können, der uns zuversichtlich in die Zukunft schauen lässt, auch auf unsere geplante Jahrestagung.

Wie gewohnt soll es auch dieses Mal wieder ein zum Thema passendes Rahmen- und Beiprogramm geben. Dazu gehört eine Exkursion wie ein Konzertabend, ein Forschungsforum genauso wie Andachten und ein Gottesdienst. Auch die jährliche Mitgliederversammlung unserer Gesellschaft soll als gewohnter Fixpunkt wieder während der Jahrestagung abgehalten werden. Ebenso wird es bei Bedarf das Angebot einer qualifizierten (kostenlosen) Kinderbetreuung zur Entlastung von Teilnehmerinnen und Teilnehmern geben, die mit „Kind und Kegel“ kommen möchten und gerade auch als junge Familien herzlich willkommen sind.

Wenn uns die Entwicklungen der Corona-Krise in den kommenden Wochen und Monaten nicht zu anderen Entscheidungen zwingen, dann werden wir sicherlich wieder eine interessante und attraktive Tagung erleben können. Sich zu dieser anzumelden möchte ich Sie alle, die Sie diesen Text lesen, sehr herzlich einladen.

In gespannter Vorfreude und persönlich verbunden mit allen guten Wünschen für Sie und Ihre Gesundheit grüßt Sie herzlich

 

Ihr

Hartmut Rosenau             

 

 

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