Vom kirchlichen Widerspruch zum politischen Widerstand im Nationalsozialismus

Aktuelle Meldung vom: 17.10.2018

Was:  Ausstellung „Wir klagen uns an“

 

Wann: 19. Oktober bis 30. Dezember, Eröffnung am Donnerstag, 18. Oktober um 19:00 Uhr,

 

Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek: Montag bis Freitag 9-22 Uhr, Samstag 9-20 Uhr und Sonntag 10-18 Uhr

 

Wo: Leibnizstraße 9, Foyer der Hauptabteilung der CAU-Universitätsbibliothek, 24118 Kiel

Der evangelische Theologe Hans Asmussen gehörte während des Nationalsozialismus zu den führenden Köpfen der Bekennenden Kirche. Als Pastor in Schleswig-Holstein geriet er früh mit den Nationalsozialisten in Konflikt. Ab Freitag, 19. Oktober, präsentiert die Universitätsbibliothek der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) einen plastischen Ausschnitt evangelischer Kirchengeschichte aus dieser Zeit. Die Ausstellung „Wir klagen uns an‘ – Pastor Hans Asmussen inmitten des Nationalsozialismus“ gibt Einblicke in den Weg vom kirchlichen Widerspruch zum politischen Widerstand.

Asmussen wirkte maßgeblich an der berühmten „Barmer Theologischen Erklärung“ von 1934 und anderen Manifesten der kirchlichen Opposition mit. Nach der Befreiung 1945 gehörte er zu den Autoren der „Stuttgarter Schulderklärung“. Obwohl ihre Verfasser unter dem Regime gelitten hatten, sprachen sie von eigenem Versagen: „Wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben.“ Diesen Satz greift der Titel der Ausstellung auf: Er stellt nicht das Heldentum, sondern das eigene Schuldbekenntnis in den Vordergrund.

Die Ausstellung wurde von Kieler Theologiestudierenden unter Anleitung von Tim Lorentzen, Professor für Neuere Kirchengeschichte an der CAU, zusammengestellt und mit selten gezeigten Exponaten des Landeskirchlichen Archivs der Nordkirche, des Kieler Stadtarchivs und privater Leihgeber ergänzt. Die Ausstellung wird am Donnerstag, 18. Oktober, um 19 Uhr mit einer historischen Einführung von Professor Thomas Martin Schneider aus Koblenz eröffnet.Die Ausstellung richtet sich an alle Interessierten.

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