Entscheidung

1933, mit dem Jahr der Machtergreifung Adolf Hitlers, gab es einschneidende Veränderungen in Bonhoeffers Leben. Er stand sofort in der kirchlichen Opposition. Schon in den ersten Tagen nach dem 31. Januar 1933 wurde ein Radiovortrag ausgeblendet, in dem Bonhoeffer davon sprach, dass ein Führer, der sich zum Idol seiner Anhänger mache, zum Verführer werde.

Bei seinem Vortrag Die Kirche vor der Judenfrage drei Monate später verließen einige Hörer verärgert den Saal. Bonhoeffer hatte auf die Pflicht der Kirche hingewiesen, den Staat immer wieder danach zu fragen, ob sein Handeln verantwortet werden könne, d.h. als Handeln, in dem Recht und Ordnung, nicht Rechtlosigkeit und Unordnung geschaffen werden.

Er hatte auch von der Möglichkeit der Kirche gesprochen, nicht nur die Opfer unter dem Rad zu verbinden, sondern dem Rad selbst in die Speichen zu fallen. Hier klingt schon der Gedanke an politischen Widerstand an, wenn Bonhoeffer auch noch lange versuchte, ausschließlich durch sein Handeln innerhalb der Kirche zu wirken. Gleichzeitig bemühte er sich, durch seine ökumenische Arbeit Unterstützung aus dem Ausland zu erhalten.

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