„Spielraum der Freiheit“ Bonhoeffer und die Künste

Aktuelle Meldung vom: 29.12.2018

Bonhoeffer in London (1939)

Ein „Spielraum der Freiheit“ sei „Kunst“, schrieb Dietrich Bonhoeffer am 23.1.1944 an seinen Freund Eberhard Bethge. Er ging sogar von der Notwendigkeit dieses Spielraums aus – in Abgrenzung zu allem, was Philosophie und Theologie seit dem 19. Jahrhundert unter einer „ethischen Existenz“ verstanden haben.

Auf der Tagung „Bonhoeffer und die Künste“ geht es um diesen Spielraum der Freiheit. Wir möchten Spielräume offenhalten, damit Sie als Teilnehmende in der Rezeption und in der Teilhabe am Geschehen der Kunst die Freiheit des Denkens erfahren, welche die eigene Kreativität stärkt und so Impulse für selbstständiges Handeln und eigenständige Reflexion freisetzen kann.

Nach einführenden Vorträgen über Bonhoeffers Zugang zu den Künsten, spezifisch zu Musik und bildender Kunst, werden den Teilnehmenden eigene Spielräume in von den Referenten angebotenen Werkstätten zu Musik, Bildender Kunst und Poesie eröffnet.

In der „Symphonischen Aufführung“ dürfen alle Beteiligte dann Zuhörende oder Zuschauende sein oder sich als Kunstschaffende hören und sehen lassen.So wagen wir den Versuch, einmal bewusst den Standpunkt von – wie es Bonhoeffer nennt – „ethischen Existenzen“ zu verlassen und spielend, schaffend, hörend, wahrnehmend und weiter reflektierend zu erleben, was es mit dem notwendigen „Spielraum der Freiheit“ auf sich haben könnte, insbesondere in Zeiten reflexiver und politischer Engführungen. Weiter geht es um die Frage: Kann unter den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen die Kirche Hüterin eines „Spielraums der Freiheit“ sein, wie Bonhoeffer damals dachte?

(Text: dbv)

 

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